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Seit es die Welt gibt, hat es immer Menschen gegeben, die es lieben, die Arbeit anderer zu kopieren und sich für ihre Kopien Anerkennung zu verschaffen. Diese schreckliche Praxis ist in der Kunstwelt am weitesten verbreitet, wo gefälschte Gemälde und Werke vermarktet werden, als wären sie Originale. Glücklicherweise ist die Wissenschaft ein mächtiger Verbündeter, um Kopien zu identifizieren, wenn nicht einmal die größten Kunstspezialisten diese Unterscheidung mit bloßem Auge treffen können.
gefälschte Kunstwerke
Aufzeigen von fünf Methoden, die Experten verwenden, um Kopien von zu identifizieren Kunstwerkeherunter, eine Kabelgebunden ein Video montiert, in dem der Forensiker Thiago Piwowarczyk und Kunsthistoriker und PhD Jeffrey Taylor die Analysemethoden erläutern.
Als Beispiel analysieren die Forscher einen vermeintlichen Bildschirm von Jackson Pollock, ein amerikanischer Referenzmaler im Stil des abstrakten Expressionismus. Sicher haben Sie schon einmal eines der berühmten „Tintenkleckse“-Gemälde des Malers gesehen. Sehen wir uns als Nächstes die Methoden an, die das Duo anwendet, um festzustellen, dass dieses Kunstwerk gefälscht ist.
1 – Provenienzforschung
Zuerst müssen Sie herausfinden, woher das Gemälde stammt. Das heißt, von welcher Auktion, Kunstgalerie oder sogar persönlichen Sammlung es verkauft wurde. Dieser Prozess muss auf den Leinwandherstellungsprozess durch die Hände des Malers selbst zurückgehen.

Im Fall dieses angeblichen Gemäldes von Pollock wurde den Forschern ein Faksimile-Dokument zur Verfügung gestellt, das seine Echtheit beweist. Aufgrund von Datumsfehlern und fehlenden Informationen auf Papier ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass es sich bei diesem Dokument um eine Fälschung handelt, wodurch die Herkunft des Kunstwerks nicht nachgewiesen werden kann.
2 - Visuelle Analyse
Es ist viel einfacher zu beweisen, dass etwas gelogen ist, als dass etwas wahr ist. Aus diesem Grund geht die visuelle Analyse davon aus, dass das analysierte Werk gefälscht ist, und sucht nach Mustern und Merkmalen, die für ein Pollock-Gemälde nicht angemessen wären.

Beispielsweise gibt es in diesem im Video analysierten Gemälde Farbschichten, die für Pollocks Stil nicht typisch sind. Darüber hinaus ist das Werk nicht signiert, ein Merkmal, das sich auf dem Markt für gefälschte Gemälde vervielfacht, da Fälscher versuchen, diese Taktik zu nutzen, um Experten in die Irre zu führen. (https://ctlsites.uga.edu/)
In der gefälschten Arbeit lässt sich noch erkennen, dass Flüssigkeiten verschüttet wurden, um einen Alterungseffekt hervorzurufen. Wenn Sie Leinwand riechen, können Sie tatsächlich Tee riechen, da eine der Taktiken zum Altern von Dokumenten und Gemälden darin besteht, sie mit Teebeuteln zu schlagen.
3 – Fotografie und UV-Analyse
Dieser Schritt besteht darin, die Kamera zu verwenden, um verschiedene Ebenen des Bildschirms zu identifizieren. Dadurch kann festgestellt werden, ob das Gemälde über einem anderen Design gemalt wurde oder ob es mehr als eine Schicht hat, was darauf hindeuten kann, dass es sich um eine Fälschung handelt.

Bei dem von dem Duo analysierten Gemälde entdeckten sie, dass die Leinwand bereits in einem anderen Gemälde mit geometrischen Formen verwendet worden war – etwas, das für Pollock überhaupt nicht typisch ist. Der UV-Filter dient zur Erkennung von Restaurierungsspuren.
Die Forscher konnten entdecken, dass es Flecken auf der Leinwand gibt und dass sie einmal zerrissen und zusammengenäht wurde. Dies deutet eindeutig auf eine dilettantische Restaurierung des Werkes hin, die die Herkunft aus einer Kunstauktion nicht belegen würde.
4 – Röntgenfluoreszenzanalyse
Mit einem kleinen, sehr modernen Gerät können die Forscher moderate Mengen an Röntgenstrahlen auf das Gemälde emittieren, wodurch die Elektronen in der Farbe angeregt werden und es der Maschine ermöglichen, die in der Farbe enthaltenen chemischen Elemente zu identifizieren.

Bei der Analyse von Pollocks „Gemälde“ fanden die Forscher beispielsweise eine hohe Konzentration an Titan. Normalerweise ist dieser Befund ein entscheidender Faktor, um zu bestätigen, dass ein Gemälde gefälscht ist, da dieses chemische Element erst ab 1930 in Farben verwendet wurde.
Handelte es sich um ein Gemälde von Leonardo Da Vinci oder einem anderen Maler aus der Zeit vor dem XNUMX. Jahrhundert, könnte sofort festgestellt werden, dass es sich um ein gefälschtes Kunstwerk handelt. Allerdings waren bei Pollock zu seiner Zeit titanhaltige Lacke weit verbreitet, so dass aus diesem Schritt keine Rückschlüsse gezogen werden können.
5 - Mikroskopie
Der letzte Schritt zur Feststellung der Echtheit des Werkes ist die mikroskopische Untersuchung des Stückes. Dazu werden kleine Fragmente des Gemäldes entfernt und in einem Elektronenmikroskop analysiert, um die Farben zu identifizieren, aus denen das Gemälde besteht.

Bei dem analysierten Gemälde wurde festgestellt, dass Acrylfarben verwendet wurden. Doch auch wenn diese Art von Farbe bereits zu Pollocks Zeiten existierte, wurde das chemische Bindemittel der in der Fälschung gefundenen Acrylfarbe erst ab 1960 hergestellt.
Darüber hinaus gibt es bereits mehrere Studien, die alle Arten von Materialien katalogisiert haben, die Pollock in seinen Gemälden verwendet hat, einschließlich Erdstaub auf der fertigen Leinwand. Was die Forscher im Fall dieses gefälschten Gemäldes fanden, war Zementwandstaub, der auf die Leinwand geworfen wurde, etwas, das nicht zu Pollocks Stil passte.
Fazit
Trotz einiger anfänglicher Analysen, die bestätigten, dass es sich bei der analysierten Leinwand um eine Fälschung handelte, konnte dank einer detaillierteren Analyse von Fotografie, Röntgenstrahlen und Mikroskopie der Schluss gezogen werden, dass es sich bei diesem Gemälde nicht um ein Originalwerk von Jackson Pollock handelt. Da die Kunstwelt so voll von Fälschern ist, muss bei der Wertschätzung von Kunstwerken große Sorgfalt walten.
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